[basis:magazin] 08-1 : Das sagen die Medien zur VIENNAFAIR

Betrachtet man die Pressestimmen zur VIENNAFAIR, fällt vor allem auf, dass die Messe in ihrem vierten Jahr nicht mehr in Frage gestellt wird. So schreibt etwa Nina Schedlmayer in der Online Zeitschrift artmagazine.cc, die Entscheidung “die Wiener Kunstmesse vom MAK in das Messezentrum Wien zu verlegen und international zu öffnen” habe sich als richtig erwiesen. So richtig auch, wie einen Schwerpunkt auf die CEE-Länder zu legen. ORF Online titelte mit “Glamourschock im Plattenbau” und schreibt von der bisher vielfältigsten VIENNAFAIR, stellt aber auch fest, dass die teilnehmenden Galerien aus diesen Ländern mit heuer 21 um die Hälfte geschrumpft sind. Dennoch sind es insgesamt um 19 Galerien mehr als im Vorjahr, weshalb der Wiener Kunstmesse im Gegensatz zu den größeren internationalen Messen ein Expansionsdrang nachgesagt wird.
Nicole Scheyerer beschreibt in der FAZ eine Reihe spannender Positionen und unterstreicht das Streben der Messe nach Internationalität.

Im Kurier lautet die Headline zur Messe eher nüchtern “Niedrige Erwartungen an eine schlanke Messe“. Dort wird aber auch das von einigen Galerien heuer praktizierte Prinzip des gemeinsamen Auftritts auf einem Stand positiv erwähnt.
Anne Katrin Fessler attestiert der Messe nach einem ersten Lokalaugenschein im Standard gute Laune und ein Balgen der Großformate um Aufmerksamkeit. Dabei wird die von der Tageszeitung Die Presse aufgeworfene Krise der österreichischen Kunst thematisiert. Kurz vor der Messe wurde in der Presse mit Zahlen belegt, dass zu wenig österreichische Kunst verkauft wird im internationalen Vergleich. Auf der Viennafair fielen Almuth Spiegler von der Presse dann vor allem die überall herumliegenden Peter Noevers im Teletubby-Pyjama auf, und so schrieb sie “es war das erste und das letzte, was man auf der Viennafair-Vernissage sah – und man wusste sofort – you’re at home baby.”
Brigitte Borchhardt-Birbaumer stellte sich in der Wiener Zeitung die Frage, welche Tendenzen in diesem Jahr bei den KäuferInnen das Rennen machen würden und stellte auch fest, dass die Expansion der Messe eher in Richtung Westen, als in den Osten, ausfällt. Es sei schwer, vor allem finanziell, für die Galerien aus den CEE-Ländern beim internationalen “Dauerzirkus” der großen Kunstmessen mitzumischen.
Trends sind für Edith Schlocker von der Tiroler Tageszeitung schwer auszumachen. Sie meint: “Und so ist, wenn auch durchaus auf hohem Niveau, bei der Viennafair von jedem Hund etwas zu finden, was das Ausmachen von Trends schwierig macht. [...] Allerdings auffallend wenig zu finden sind bei der heurigen Viennafair Videokunst bzw raumfüllende Installationen…”
Wenn auch die Arbeit von Christian Eisenberger am Stand der Galerie Konzett eine Ausnahme bildet. Mit einer turmartigen, alles überragenden Installation Eisenbergers konnte Konzett, gemeinsam mit dem Gemeinschaftsstand der Galerien Christine König und Gabriele Senn, den Preis der Wirtschaftskammer für den besten Stand einheimsen.
Das Wirtschaftsblatt zählt eine Reihe von bekannten Namen auf, darunter KünstlerInnen, PolitikerInnen und Adabeis, denen man auf der Vernissage begegnet konnte.

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